Webseite der Don-Bosco Grundschule in Haan (www.don-bosco-haan.de)

FĂ€llt wohl mehr unter die Rubrik “Werbung” 🙂
Ich habe ein bisschen an der Infrastruktur der Webseite unserer Grundschule mitgebastelt und da diese nun mittlerweile freigegeben ist, wollte ich auch etwas Werbung dafĂŒr machen.
Also wer Kinder in Haan/Solingen hat, die demnĂ€chst mal auf die Schule mĂŒssen, sollen oder wollen: Hier gibt’s infos:

Don Bosco Grundschule Haan

Tobias.

Vortrag: Risiken und Gefahren im Internet

Ich habe vorgestern in der Grundschule meines Sohnes einen Vortrag ĂŒber Risiken und Gefahren im Internet gehört. War ja durchaus interessant, auch wenn ich denke, dass das ganze (wie der Titel des Events ja schon andeutet) viel zu sehr in Richtung “Achtung… Gefahr… Bitte draussen bleiben” ging.

Ich befĂŒrchte von den anwesenden Eltern hat mindestens die HĂ€lfte nun beschlossen, dass Ihre Kinder von “diesem Internet” die nĂ€chsten 100 Jahre fortbleiben sollten: KinderschĂ€nder, die Kindern/Jugendlichen im Chat auflauern, gewaltverherrlichende und oder rechtsextreme Foren, Pr0nografie (sic!), Hinrichtungs- bzw. Gewaltvideos und so weiter.

Urheberrechtsverletzungen, die an jeder Ecke lauern (MP3s auf dem Rechner wurden mehr oder weniger pauschal als “illegal” dargestellt… iTunes? MusicLoad? Amazon? selbst gekaufte und dann gerippte CDs? — Fehlanzeige).

Wie gesagt: Ich fand’s einseitig, aber wohl dem Thema des Vortrages angemessen.

Gut gefallen hat mir allerdings das Fazit, was der vortragende Kriminalbeamte gezogen hat:

Eltern mĂŒssen sich _selbst_ eine Medien (=Internet, Chat, Foren etc.) Kompetenz aneignen, damit sie _rechtzeitig_ erkennen können, wenn ihre Kinder Probleme im Umgang mit dem Internet (ich meine nicht “technische Probleme”) haben/bekommen.

Sie sollten (zumindestens anfÀnglich) ihre Kinder im Internet begleiten, wozu auch gehört, dass Kinder _keinen_ eigenen PC mit Internet-Zugang in ihren Zimmern haben sollten.

Meine Meinung:

UngezĂŒgelten Medienkonsum im Grundschulalter (und dazu zĂ€hle ich neben dem Web natĂŒrlich auch Fernsehen, Spielekonsolen und Musikberieselung) kann ich grundsĂ€tzlich nicht gut heissen. Dazu passt dann auch der Verzicht auf einen eigenen Fernseher, MP3-Player (an der Stelle habe ich schon verloren 😐 ) und vor allen Dingen einen eigenen Computer bzw. uneingeschrĂ€nkten Zugang zu einem solchen.

GrundschĂŒler und Internet finde ich sinnvoll, aber in Maßen (nicht Massen), will heissen: Geregelt und auch kontrolliert.

Kontrolle heisst bei uns konkret: Unser Sohn benutzt unseren Mac wenn wir dabei oder in der NĂ€he sind. Wir schauen ab und zu auf das was er tut und wir regulieren die Zeiten. Klingt restriktiv, ist restriktiv! Aber: Es geht um einen GrundschĂŒler (bei unserer JĂŒngsten stellt sich die Internetfrage mangels LesefĂ€higkeit noch nicht).

Darf unser Sohn dann alles anschauen?

IMHO (und wahrscheinlich nicht nur meiner Meinung nach) haben GrundschĂŒler noch nichts auf Pr0no-Seiten im Netz zu suchen. Diverse Gewalt/Nazi/Radikal-Seiten, die durch geschickte oder auch ungeschickte Google-Suche gefunden werden können, sind sicherlich auch noch nichts fĂŒr die Augen von 10 jĂ€hrigen.

Ist es deshalb sinnvoll zu filtern? Taugen Filter etwas? Ist filtern nicht schon ein Grundrechteeingriff (den ich ja sonst fĂŒr ziemlich sch… halte)?

Jeder halbwegs technisch begabte Mensch ist sicherlich in der Lage Filterprogramme auszutricksen, und sei es nur dadurch, dass er den PC des (ungefilterten) Nachbarn benutzt. Ich bin aber schon der Meinung, dass (kleine) Kinder noch ein Anrecht auf ein bisschen heile (Internet-) Welt haben und nicht zufÀllig auf Hardcore-Seiten gelangen sollten.

Ich persönlich habe meinem Sohn erklĂ€rt, dass sein Webzugang durch einen Filter (leidlich) geschĂŒtzt ist. Ich habe ihn auch aufgefordert/ermutigt(?) mir zu sagen, wenn ihn das stört, behindert oder sonstwie einfach nur nervt. Dann ist wahrscheinlich noch ‘mal ein lĂ€ngeres GesprĂ€ch nötig aber ich denke, dass ich Argumenten durchaus aufgeschlossen gegenĂŒber stehe (wahrscheinlich allerdings nicht, solange er noch keine 10 Jahre ist 🙂 ).

Mein Fazit: Der Umgang mit dem Internet muss wie alles andere auch erlernt werden. Eltern sollten ihre Kinder genau dabei begleiten aber nicht gĂ€ngeln… (to be continued)